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Artikel von René Ronse

Falsche vertrauenswürdige Influencer: Wie man eine irreführende Kooperation erkennt

Aktualisiert am 11 März 2026.

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Person, die das Profil eines Influencers auf dem Smartphone mit auf dem Bildschirm angezeigten Statistiken betrachtetPartnerschaften zwischen Marken und Influencern haben sich als unverzichtbarer Marketinghebel etabliert. Dennoch verbergen sich hinter manchen scheinbar aufrichtigen Empfehlungen irreführende oder sogar betrügerische Kooperationen. Gefälschte Follower, inszenierte Bewertungen, zweifelhafte Produkte oder verschleierte Geschäftspraktiken: Verbraucher können in die Irre geführt werden. Die Mechanismen dieser falschen vertrauenswürdigen Influencer zu verstehen, hilft, riskante Käufe und kostspielige Enttäuschungen zu vermeiden.

Ein Influencer-Marketing, das zum Schauplatz von Missbrauch geworden ist

Influencer-Marketing basiert auf einem einfachen Prinzip: der Empfehlung durch eine als nahbar und glaubwürdig wahrgenommene Person. Diese Nähe schafft ein stärkeres Vertrauensverhältnis als klassische Werbung. Allerdings zieht dieses Modell auch wenig skrupellose Akteure an, die dieses Vertrauen für intransparente kommerzielle Zwecke ausnutzen.

Einige Profile blähen ihre Reichweite künstlich durch den Kauf von Followern oder „Likes“ auf. Andere bewerben Produkte, ohne sie getestet zu haben oder sogar ohne die Zuverlässigkeit des Verkäufers zu prüfen. Wenn die geschäftliche Beziehung nicht klar gekennzeichnet ist, kann das Publikum eine unabhängige Meinung vermuten, obwohl es sich um getarnte Werbung handelt.

In Deutschland schreibt die Regulierung Transparenz bei vergüteten Partnerschaften vor. Die Bundesnetzagentur (DE) erinnert daran, dass jede kommerzielle Kommunikation eindeutig als solche erkennbar sein muss. Die Nichtbeachtung dieser Regeln kann eine irreführende geschäftliche Handlung darstellen.

Warnsignale einer verdächtigen Kooperation

Eine irreführende Kooperation hinterlässt häufig sichtbare Hinweise für ein aufmerksames Auge. Es geht nicht darum, jede Empfehlung systematisch zu verdächtigen, sondern Unstimmigkeiten zu erkennen.

Mehrere Elemente sollten Aufmerksamkeit erregen:

  • Ein plötzliches und massives Wachstum der Follower-Zahl ohne erkennbare Begründung.
  • Eine sehr niedrige Interaktionsrate im Verhältnis zur Größe der Community.
  • Generische, sich wiederholende Kommentare oder Kommentare in einer anderen Sprache als der des anvisierten Publikums.
  • Das Fehlen einer klaren Kennzeichnung wie „Werbung“ oder „bezahlte Partnerschaft“.
  • Ein Link, der auf eine kürzlich erstellte Website ohne vollständiges Impressum und rechtliche Angaben weiterleitet.

Diese Hinweise beweisen nicht immer einen Betrug, rechtfertigen jedoch eine zusätzliche Überprüfung. Externe Bewertungen einzusehen und nach Warnmeldungen zu suchen, kann einen Fehler verhindern.

Wunderprodukte und übertriebene Versprechen

Falsche Influencer gedeihen häufig in sensiblen Bereichen: Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik, Trading, Kryptowährungen oder Programme zur Gewichtsabnahme. Die Versprechen sind spektakulär, die Ergebnisse scheinen sofort sichtbar und die Begeisterung wirkt spontan.

Die Bewerbung von „Wunderprodukten“ ist jedoch ein klassisches Betrugsschema. Verbraucher werden durch zeitlich begrenzte Angebote oder exklusive Rabattcodes zu einem schnellen Kauf gedrängt. In manchen Fällen handelt es sich um versteckte Abonnements oder kostenlose Testangebote, die in automatische Abbuchungen übergehen.

Um diese Mechanismen besser zu verstehen, ist es hilfreich, die offiziellen Empfehlungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) (DE) zu konsultieren, das die wichtigsten Online-Betrugsmaschen erläutert. Ebenso ermöglicht die Plattform Verbraucherzentrale – Beschwerdeformular (DE), ein Problem mit einem Unternehmen zu melden.

Der Sonderfall „kostenloser“ Testangebote

Irreführende Kooperationen stellen häufig kostenlose Testangebote in den Vordergrund. Der Influencer behauptet, das Produkt risikofrei getestet zu haben, und lädt seine Community ein, es ebenfalls auszuprobieren. Hinter der angepriesenen Kostenlosigkeit kann sich jedoch ein automatisches Abonnement verbergen, das schwer zu kündigen ist.

Bevor Bankdaten übermittelt werden, ist es unerlässlich, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Widerrufsbelehrung zu prüfen. Streitigkeiten im Zusammenhang mit diesen Praktiken sind zahlreich und können zu wiederholten Abbuchungen führen.

Um dieses Thema zu vertiefen, lesen Sie unseren Leitfaden zu den Fallstricken vermeintlich kostenloser Testangebote sowie unsere detaillierte Analyse zu versteckten Abonnements hinter bestimmten Werbeaktionen.

Influencer oder bloßer Betrugsverteiler?

Influencer oder Betrüger?Es kommt vor, dass der Influencer nicht selbst der Urheber des Betrugs ist. Manche fungieren als Vermittler für Marken, die nach dem Einzug der Zahlungen schnell wieder verschwinden. Andere akzeptieren Partnerschaften, ohne minimale Überprüfungen des Partnerunternehmens vorzunehmen.

Um Risiken zu begrenzen:

  • Prüfen Sie die rechtliche Existenz des Unternehmens (Handelsregisternummer, überprüfbare Adresse).
  • Konsultieren Sie unabhängige Bewertungen auf mehreren Plattformen.
  • Überprüfen Sie das Alter des Domainnamens der Händler-Website.
  • Bevorzugen Sie Zahlungsmittel mit Schutzmechanismen (Kreditkarte mit Versicherung, sicherer Drittanbieter-Dienst).

Bei ernsthaften Zweifeln kann eine Meldung über die Onlinewache der Polizei (DE) oder bei den zuständigen Behörden in Belgien über Safeonweb erfolgen.

Rechtlicher Rahmen und Verantwortung der Creator

Die Gesetzgebung entwickelt sich weiter, um die Praktiken von Influencern strenger zu regulieren. Die Pflicht zur Transparenz bei vergüteten Partnerschaften ist inzwischen klar verankert. Creator müssen zudem jede irreführende oder täuschende Werbung vermeiden.

Die Verantwortung kann zwischen Influencer und Werbetreibendem geteilt werden. Bei der Bewerbung eines illegalen oder gefährlichen Produkts können Sanktionen erhebliche Geldbußen umfassen. Verbraucher verfügen über Rechtsmittel, insbesondere über Verbraucherverbände oder Verwaltungsbehörden.

Fazit

Falsche vertrauenswürdige Influencer nutzen digitale Nähe aus, um teilweise zweifelhafte Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben. Warnsignale zu erkennen, die Existenz von Unternehmen zu überprüfen und Verkaufsbedingungen zu analysieren, sind wesentliche Reflexe.

Um weiterzugehen, lesen Sie unser umfassendes Dossier über die richtigen Maßnahmen bei Online-Betrug sowie unsere Zusammenfassung der wesentlichen Regeln zur Vermeidung der meisten digitalen Betrugsmaschen. Aktive Wachsamkeit bleibt der beste Schutz vor irreführenden Kooperationen.


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