Blogbeitrag: Online-Sicherheit

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Betrugsmaschen, die das Bild bekannter Persönlichkeiten missbrauchen, nehmen in sozialen Netzwerken, auf Nachrichtenportalen und auf Messenger-Plattformen stark zu. Indem sie die Bekanntheit von Schauspielern, Sängern, Sportlern oder Moderatoren ausnutzen, versuchen Betrüger, sofort ein Klima des Vertrauens zu erzeugen. Diese Betrügereien treten in unterschiedlichen Formen auf: falsche Investments, Wundermittel, manipulierte Gewinnspiele oder auch Identitätsdiebstahl. Gemeinsam ist ihnen der strategische Einsatz einer öffentlichen Person, um Internetnutzer zu täuschen.
Prominente verfügen über ein hohes Maß an Sympathie und Glaubwürdigkeit. Ihr Image beruhigt, beeinflusst und inspiriert – ein äußerst wirksamer Hebel für Betrüger. Indem sie ein Produkt oder eine Dienstleistung mit einer bekannten Persönlichkeit verknüpfen, umgehen die Täter die natürliche Skepsis von Internetnutzern.
Betrügerische Nachrichten spielen häufig mit Emotionen: das Versprechen schnellen Reichtums, ein angeblich persönlicher Erfahrungsbericht eines Stars, eine „exklusive“ Enthüllung, die von den Medien zensiert worden sein soll. Solche Inhalte sind darauf ausgelegt, eine schnelle Reaktion auszulösen und kritisches Nachdenken zu begrenzen. Je schneller jemand handelt, desto seltener werden Informationen überprüft.
Die Szenarien variieren, doch bestimmte Muster tauchen immer wieder auf. Betrüger passen ihre Botschaften an aktuelle Ereignisse oder an gerade besonders populäre Personen an, um die Wirkung zu maximieren.
Online-Werbeanzeigen behaupten, ein Schauspieler oder Moderator habe einen „geheimen Trick“ verraten, um mit Trading oder Kryptowährungen Geld zu verdienen. Die Nutzerin/der Nutzer wird auf einen gefälschten Artikel weitergeleitet, der eine bekannte Nachrichtenwebsite nachahmt. Nach der Registrierung melden sich angebliche Berater, die dazu drängen, Geld zu überweisen.
Diese Plattformen sind in der Regel nicht reguliert. Opfer erhalten ihr ursprüngliches Investment niemals zurück. In Deutschland warnt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) (DE) regelmäßig vor solchen Praktiken.
Betrüger nutzen das Bild einer prominenten Person, um Abnehm-, Anti-Aging- oder Wellness-Produkte zu bewerben. Unter dem Namen von Prominenten kursieren falsche „Erfahrungsberichte“ in Form frei erfundener Interviews.
Diese Anzeigen führen zu Websites, die eine Gratisprobe anbieten, hinter der sich ein teures Abonnement verbirgt. Um diese Mechanismen zu verstehen, hilft ein Blick in unseren Leitfaden zu dubiosen Nahrungsergänzungsmitteln und ihren häufigen Fallen.
Gefälschte Profile geben sich als Sänger, Schauspieler oder Sportler aus. Die Betrüger kontaktieren Fans direkt per Privatnachricht und versprechen eine besondere Beziehung, ein Geschenk oder ein gemeinsames Investment.
Nach und nach verlangen sie Geld unter verschiedenen Vorwänden: Versandkosten, Flugticket oder eine dringende finanzielle Hilfe. Diese Liebesbetrugsmaschen können sich über mehrere Monate hinziehen und zu erheblichen Verlusten führen.
Betrüger ahmen die visuellen Codes von Online-Medien sehr präzise nach: professionelles Layout, erfundene Interviews, imitierte Logos. Die Promi-Fotos sind häufig echt, aus Bilddatenbanken oder aus offiziellen Veröffentlichungen übernommen.
Der Aufschwung von Technologien zur visuellen Manipulation, insbesondere „Deepfakes“, erhöht den Realismus zusätzlich. Manche gefälschten Videos zeigen eine Persönlichkeit, die scheinbar tatsächlich ein Produkt bewirbt. Für nicht geschulte Internetnutzer kann die Täuschung überzeugend wirken.
Vor jeder Handlung helfen einige Reflexe, das Risiko zu begrenzen:

Bei Zweifel empfiehlt es sich, spezialisierte Plattformen zu nutzen, etwa unser Verzeichnis mit Anti-Betrugs-Ressourcen.
Wurde eine Zahlung geleistet, sollten Sie umgehend Ihre Bank kontaktieren, um – soweit möglich – eine Sperrung bzw. Rückbuchung zu veranlassen. Ebenso wichtig ist es, alle Beweise zu sichern: Screenshots, Nachrichtenverläufe, Zahlungsbestätigungen.
In Deutschland können Meldungen beispielsweise über die Onlinewache der Polizei (DE) erfolgen: Polizei.de – Onlinewachen. Unterstützung und Informationen bietet außerdem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) (DE): BSI – Verbraucherinnen und Verbraucher. Irreführende Geschäftspraktiken können Sie in Deutschland an Verbraucherzentralen (DE) melden: Verbraucherzentrale.
Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, lesen Sie auch unsere praktischen Tipps, um die meisten Betrugsmaschen im Internet zu vermeiden.
Promi-Betrug nutzt die Bekanntheit und den Einfluss öffentlicher Personen aus, um künstliches Vertrauen zu erzeugen. Die wachsende Raffinesse – insbesondere durch fortgeschrittene digitale Werkzeuge – erfordert erhöhte Wachsamkeit. Kein seriöses Investment, kein verlässliches Produkt und keine echte Beziehung verlangen eine übereilte oder vertrauliche Zahlung. Mit einfachen Prüfungen und durch den Rückgriff auf offizielle Quellen lassen sich die Risiken deutlich reduzieren. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, lesen Sie auch unsere praktischen Tipps, um die meisten Betrugsmaschen im Internet zu vermeiden.